Bäderland stellt neue Pläne für Familienbad Ohlsdorf vor

Moderne Sport- und Freizeiteinrichtung für die nächsten Jahrzehnte

Seit 10 Jahren verfolgt Bäderland den Ansatz zur Modernisierung des in den 1970er Jahren gebauten Regionalbades Ohlsdorf. Nach intensiven Abstimmungsrunden zwischen Bürgervertretern, Politik und Bezirk sowie Umfragen zu den Wünschen und Bedürfnissen der Gäste und der Ohlsdorfer Bevölkerung reicht Bäderland nun den Bauantrag für einen modernen und wegweisenden Neubau ein. In Hamburg gelingt damit, was nach bundesweitem Trend beinah unmöglich scheint: Schwimmbadstandorte zu erhalten und durch Modernisierung oder Neubau den Schwimmsport und familiäres Baden dauerhaft für die nächsten Jahrzehnte zu sichern.

Der am Standort des Kombi-Bades geplante Neubau erfüllt nun die Wünsche der Bevölkerung sowie der Schulen und Vereine nach sportlichem Schwimmen in einem wettkampftauglichen 50m Becken und bedient gleichzeitig die Nachfrage von Familien, Kindern und Jugendlichen nach attraktiven Wasserspiel- und Bademöglichkeiten, umfangreichen Kursangeboten und verbesserter Ausnutzung sonniger und warmer Tage von Beginn des Frühjahrs bis in den späten Herbst.

Folgende Kernelemente bestimmen das Projekt:

  • Weiterbetrieb der aktuellen Schwimmhalle bis Fertigstellung des Neubaus – demzufolge keine Einschränkungen im Schwimm, Bade- und Trainingsbetrieb während der Bauphase,
  • deutliche Aufwertung ganzjährig nutzbarer Freizeitmöglichkeiten,
  • 50 m Becken und Verdoppelung ständig nutzbarer Wasserfläche zum Vorteil für alle Nutzergruppen,
  • flexibel verwendbares Kursbecken dank Hubboden-Technik
  • neue Indoor- Kinderspiellandschaft,
  • rd. 220qm neuer Outdoor- Wasserspielplatz u.a. mit schwenkbaren Wasserkanonen, Boden-Geysir, kaskadierenden mehrstrahligen Wassereffekten und individueller Steuerungsmöglichkeit durch die NutzerInnen
  • über 6.000qm attraktive Spiel- und Liegewiese mit Beachvolleyballfeld,
  • freibadähnliches Schwimmen und Baden von Frühjahr bis Herbst durch flexible Öffnung der Südfassade,
  • stabile Eintrittspreise auf dem Niveau der Regionalbäder.

Thomas Schmidt, 1. Vorsitzender des in Ohlsdorf beheimateten Hamburger Schwimm-Club r.V. von 1879, äußert sich über die positive Entwicklung für den Standort:

„Der Neubau erfüllt den dringenden Bedarf an mehr Ganzjahreswasserfläche - für uns als Verein eine großartige Nachricht! Wir freuen uns darauf endlich mehr Trainingszeiten nutzen zu können. Die weitere Entwicklung des Schwimmbades wird der HSC sehr eng begleiten.“

Bezirksamtsleiter Harald Rösler begrüßt ausdrücklich das Bekenntnis von Bäderland zur Zukunft des Familienbades Ohlsdorf und ist froh, dass der Senat jetzt die Rahmenbedingungen für die Entstehung einer sehr attraktiven Neubaulösung geschaffen hat.

„Mit dieser Entscheidung ist das in die Jahre gekommene Ohlsdorf Bad endlich auf Dauer gerettet. Eine Schließung dieses Standortes hätte eine gravierende Verschlechterung des Freizeit- und Sportangebotes für die ganze Region zur Folge gehabt. Die im Laufe der Jahre sehr ausgeklügelte Neubauplanung ermöglicht außerdem zusätzlichen Wohnungsbau in unmittelbarer Nähe zum Schnellbahnknoten. Beides zusammen ist ein großer Gewinn für Hamburg-Nord.“

Natürlich ist auch Bäderland-Geschäftsführer Dirk Schumaier zufrieden mit den Neubauplänen:

„Unser jahrelanges Engagement in Ohlsdorf, zahlreiche alternative Planungsvarianten und unzählige Gespräche und Diskussionen auf allen Ebenen haben sich ausgezahlt. Mit dem ganzjährig zur Verfügung stehenden 50 m Becken und doppelt so vielen Bahnen wie bisher wird ein sportliches und familiäres Schwimmbad entstehen, das für die nächsten Jahrzehnte der Anziehungspunkt für den gesamten Stadtteil sein wird.“

 Innenansicht des Familienbades mit Indoor-Kinderspielbereich, Kurs- und Lehrschwimmbecken sowie teilbarem 50m-Becken (v.l.n.r.) bei geöffneter Südfassade.

Neben der doppelten Größe dieses 50m Beckens im Vergleich zum bisherigen Ganzjahres-Pool ist die mögliche Teilung in zwei getrennte 25m Becken ein großes Highlight der neuen Anlage. Mittels eines im Boden versenkbaren Trennelements können je nach Bedarf flexibel zwei Becken entstehen, die parallel unterschiedliche Nutzung ermöglichen. Es gelingt damit bestehende Nutzerkonflikte, die

beispielsweise zwischen wildem Toben im Wasser auf der einen Seite und konzentriertem Leistungstraining auf der anderen Seite bestehen und an der jeweiligen Zufriedenheit der Nutzergruppen nagen, zu beheben. Überdies wird sich das 50 m Becken als weitere ganzjährige Alternative zum ausdauernden und sportlichen Schwimm- und Triathlontraining für das gesamte Stadtgebiet und das nördliche Umland positionieren. Der dringend nötige Neubau wird durch mehrere Elemente zu einer Belebung des Breitensports im gesamten Stadtgebiet betragen.

Als Finanzierungsanteil des Neubaus ist seit 2005 die Veräußerung von 35% der Grundfläche des Grundeigentümers Bäderland vorgesehen. Diese Fläche wird für den in Hamburg dringend benötigten Wohnungsbau zur Verfügung gestellt. 30% der neu entstehenden rd. 120 Wohneinheiten werden für geförderten Wohnungsbau zur Verfügung stehen. Die restliche Finanzierung des rd. 25 Mio. Euro teuren Neubaus werden Bäderland und die FHH sicherstellen.

(19.06.2015)
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